JRK Gruppenleiterfortbildung


Die Kreisjugendleitung, Manuel Riehm und Patrick Binder, sowie unsere hauptamtliche Mitarbeiterin Isabella Lang luden vom 16.1.15 bis 18.1.15 wieder zur alljährlichen Gruppenleiterfortbildung des Jugendrotkreuz im Kreisverband Böblingen ein. Dieses Mal ging es in den Schwarzwald in die Fritz-Lamm-Bildungsstätte im Stöcklewald in der Nähe von Furtwangen. Dort hatten wir ein geräumiges Haus mit genügend Betten, einer voll ausgestatteten Küche, toller Landschaft und natürlich genügend Platz für Kreativität und Diskussionen. Bereits bei der Einladung zur Fortbildung wurde zur Sicherheit auf die dort möglichen Witterungsverhältnisse hingewiesen - zu Recht, wie wir im Nachhinein sagen müssen. Pünktlich zu unserer Ankunft fing es dort nämlich kräftig an zu schneien und das sollte so schnell nicht aufhören...

Der Freitagabend begann, nachdem auch die letzten Ortsvereine das Haus gefunden hatten, mit einem leckeren Abendessen. Im Anschluss wurde den Gruppenleitern das Programm für die nächsten beiden Tage vorgestellt. Gestartet wurde die eigentliche Fortbildung dann mit einem Block Spielepädagogik. Isabella Lang hatte eine lange Liste an verschiedenen Gruppenspielen dabei, die allesamt einen pädagogischen Sinn verfolgten. Dieser lag entweder darin, sich kennenzulernen, Teilnehmer zu aktivieren oder die Gruppe nach einem anstrengenden Theorieblock wieder zu motivieren. Natürlich wurden alle Beispiele direkt in der Gruppe getestet und anschließend Vor- und Nachteile der Spiele reflektiert. Wie immer im Bereich der Spielepädagogik, wurden auch hier selbst erfahrene Gruppenleiter zu Spielkindern. So wurde gelacht und sich bewegt und nebenbei eine Menge gelernt, das sich in Zukunft in den Gruppenstunden der OVs umsetzen lässt. Sicher werden die Jugendrotkreuzler mindestens genauso viel Spaß haben, wie ihre Gruppenleiter. Nach dem offiziellen Teil wurden in der Gruppe verschiedene Erfahrungen ausgetauscht oder diverse Spiele gespielt. Erst spät legten sich dann alle zur Ruhe.

Der Samstag begann mit einem reichhaltigen Frühstück und einer kurzen Besprechung des Tages. Gestärkt und fit ging es dann an die Arbeit. In Kleingruppen wurde das große Jubiläumsjahr 2016 geplant, zumindest von Seiten des Jugendrotkreuzes. Denn auch das Jugendrotkreuz möchte in unserem großen Jahr so Einiges auf die Beine stellen. So gab es eine Gruppe, die sich mit der Abendgestaltung im Rahmen der JRK-Landeskonferenz beschäftigte, eine andere setzte sich mit dem Schulsanitätsdiensttag auseinander. Zusätzlich sammelte eine weitere Gruppe Ideen für die JRK-Sommerfreizeit 2015. Im Anschluss an die Gruppenarbeitsphase wurden die Ergebnisse dann in Form eines „Markt der Möglichkeiten“ präsentiert. Jeder konnte sich an den jeweiligen "Gruppenständen" über die Ergebnisse der anderen Themen informieren. Es kamen hierbei wahnsinnig viele, gute und vor allem umsetzungsfähige Ideen zu Tage, die nun von der Kreisjugendleitung weiterverarbeitet werden. Die Gruppenleiter wurden hiermit direkt in die Planungsarbeiten für die Jahre 2015 und 2016 eingebunden.

Nach einer kleinen Mittagspause gab es dann verschiedene Angebote für die Teilnehmer. Einige verbrachten ein paar Stunden im Schnee mit Schlitten und Schneeballschlachten, andere erkundeten die Umgebung und machten Halt am weltweit einzigen ausgeschriebenen Männerparkplatz.

Am Abend führte dann Klaus Bachofer vom OV Weil der Stadt das Regiment. Er zeigte uns eine ganz besondere Form der Erlebnispädagogik. Die gesamte Gruppe wurde zum Kochen animiert. Zunächst stellte Klaus uns das Menü für den Abend vor, das für Kinder genau richtig ist, da es sowohl aus sehr gesunden und abwechslungsreichen Gängen, als auch den klassischen Burgern bestand. Alles allerdings von Anfang bis Ende selbst zubereitet. Dann wurden die Teilnehmer in Kleingruppen eingeteilt und jede Gruppe erhielt ihre eigenen Aufgaben. So schnibbelten die Einen kiloweise Gemüse, andere bereiteten das Fleisch für die Burger zu und wieder andere kümmerten sich um den Nachtisch. Nebenbei erklärte uns Klaus alles, was im Bereich der Hygiene und Lebensmittelsicherheit von Relevanz ist und gab hilfreiche Tipps zum Kochen mit Kindern und Jugendlichen. Aus seiner reichen Erfahrung konnte nur jeder profitieren. Umso besser schmeckte das Festmahl dann am Abend.

Nach dem Essen war der Abend dann wieder zur freien Verfügung. Manche verbrachten den Abend draußen im Schnee, andere zogen es vor im Warmen zu bleiben. Jedenfalls wurde wieder eine Menge zusammen gelacht und sogar gesungen. Am letzten Tag unserer Fortbildung gab es wieder ein tolles Frühstück und es wurde ein Resumée über die Fortbildung gezogen. Danach ging es dann ans Aufräumen. Das gesamte Haus wurde unter vereinten Kräften innerhalb kürzester Zeit sauber gemacht und alles wieder in seinen Urzustand versetzt.

Jetzt stand nur noch eine letzte Hürde bevor, irgendwie die Fahrzeuge wieder aus dem tiefen Schnee mitten durch den Wald auf die asphaltierte Straße zu bekommen. Denn, wie hätte es anders sein können, nicht jeder Ortsverein hatte die Wetterwarnungen bei der Anmeldung so richtig ernst genommen. Die Quittung dafür waren durchdrehende Reifen und stillstehende Fahrzeuge. Aber auch dem wurde mit vereinten Kräften Abhilfe geschaffen. Schonmal einen MTW geschoben? - Wir schon!

Ein tolles und vor allem lehrreiches Wochenende liegt hinter uns Gruppenleitern und ich bedanke mich stellvertretend für alle Teilnehmer ganz herzlich bei unserer Kreisjugendleitung und Isabella Lang für die tolle Planung und Durchführung. Außerdem natürlich bei unserem Chefkoch Klaus, der uns zeigte, dass Rotkreuz-Küche nicht gleich Rotkreuz-Küche ist und uns alle zu Meisterköchen gemacht hat, zumindest für einen Abend.

Wir freuen uns schon jetzt auf die nächste Fortbildung.

 

Autor: Marius Kümmerle

 

 

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