JRK - Gruppenleiterfortbildung 2017

Die Kreisjugendleitung, Patrick Binder und Stavros Kominis, sowie unsere hauptamtliche Mitarbeiterin Isabella Lang luden vom 20.01.17 bis 22.01.17 wieder zur alljährlichen Gruppenleiterfortbildung des Jugendrotkreuz im Kreisverband Böblingen ein. Dieses Mal ging es in den Schwarzwald in die Fritz-Lamm-Bildungsstätte im Stöcklewald in der Nähe von Furtwangen.

 

Die Hütte lag bereits bei unserer Ankunft im Tiefschnee, so dass von dem großen Parkplatz direkt vor der Hütte nichts mehr zu sehen war. Alle Gruppenleiter mussten samt Gepäck mit Hilfe eines Shuttles zur Hütte gebracht werden.


Der Freitagabend begann, nachdem auch die letzten Ortsvereine das Haus gefunden hatten, mit einem leckeren Abendessen. Patrick Binder eröffnete den ersten Fortbildungsteil mit einem Dankeschön an die Gruppenleiter für ihr Engagement im Jugendrotkreuz. Zur Einstimmung auf das Wochenende zeigte die Kreisjugendleitung den Imagefilm „150 Jahre Kreisverband Böblingen“. Anschließend kam unsere Gastreferentin zu Wort. Als ehemalige
Lehrerin an einer Erziehungshilfeschule in Stuttgart und jetzige Lehrerin in einer Integrationsklasse für Flüchtlingskinder hielt sie einen Fachvortrag zum Thema: „Umgang mit verhaltensauffälligen und traumatisierten Kindern“. Sie berichtet von ihrer Arbeit und beantwortet Fragen.

 

Nach diesem schweren Thema war der Abend jedoch noch lange nicht vorbei. Der nächste Fortbildungsteil widmete sich ganz der Spielepädagogik. Ob Kennenlernen, Teilnehmer aktivieren oder die Motivation von Gruppen – der pädagogische Aspekt kam nicht zu kurz. Wie immer im Bereich der Spielepädagogik wurden auch hier selbst erfahrene Gruppenleiter zu Spielkindern. So wurde gelacht und sich bewegt und nebenbei eine Menge gelernt, das sich in Zukunft in den Gruppenstunden der OVs umsetzen lässt. Sicher werden die Jugendrotkreuzler mindestens genauso viel Spaß haben, wie ihre Gruppenleiter. Nach dem offiziellen Teil wurden in der Gruppe verschiedene Erfahrungen ausgetauscht oder diverse Spiele gespielt.


Der Samstag begann mit einem reichhaltigen Frühstück und einer kurzen Besprechung des Tages. Gestärkt und fit ging es dann an die Arbeit. Nach einem „Crashkurs“ in JRK-Organisation für neue Gruppenleiter folgte das Thema „Übergange“. In einem ersten Teil diskutierten zwei Kleingruppen über die Themen „Wie gewinne ich SSDler/Juniorhelfer für mein JRK“ und „Wie gewinne ich „externe“ Kinder für mein JRK“. Schwierigkeiten bei der Neugewinnung von Mitgliedern wurden ebenso thematisiert, wie Chancen und Tipps um Kinder und Jugendliche für das Jugendrotkreuz zu begeistern. Der zweite Teil der Thematik „Übergänge“ befasste sich mit dem Schritt von Jugendrotkreuzlern in die Bereitschaft. In der Großgruppe wurden Ideen entwickelt um den JRKlern den Schritt einfacher zu gestalten.

 

Nach einer kleinen Mittagspause gab es dann verschiedene Angebote für die Teilnehmer. Einige verbrachten ein paar Stunden im Schnee mit Schlitten und Schneeballschlachten, andere erkundeten die Umgebung und machten einen kleinen Spaziergang im Schnee zum Stöcklewaldturm. Auch ein Ausflug ins wunderschöne Villingen stand auf dem Programm.  

 

Am Abend führte dann Klaus Bachofer vom OV Weil der Stadt das Regiment. Er zeigte uns eine ganz besondere Form der Erlebnispädagogik. Die gesamte Gruppe wurde zum Kochen animiert. Zunächst stellte Klaus uns das Menü für den Abend vor, das für Kinder genau richtig ist, da es aus sehr gesunden und abwechslungsreichen Gängen bestand. Alles allerdings von Anfang bis Ende selbst zubereitet. Dann wurden die Teilnehmer in Kleingruppen eingeteilt und jede Gruppe erhielt ihre eigenen Aufgaben. Nebenbei erklärte uns Klaus alles, was im Bereich der Hygiene und Lebensmittelsicherheit von Relevanz ist und gab hilfreiche Tipps zum Kochen mit Kindern und Jugendlichen. Aus seiner reichen Erfahrung konnte nur jeder profitieren. Umso besser schmeckte das Festmahl dann am Abend.


Nach dem Essen war der Abend noch lange nicht vorbei. In Kleingruppen durften die Teilnehmer ihre Künste im „Gefängisausbruch“ unter Beweis stellen. Das Trendspiel „Exit-Room“ wurde ausgiebig von den Teilnehmern getestet. Hier waren sowohl das Kommunikations- als auch das Knobeltalent der Teilnehmer gefragt. Wer konnte als erstes die Rätsel lösen um sich den Weg in die Freiheit zu bahnen?  Am letzten Tag unserer Fortbildung gab es wieder ein tolles Frühstück und es wurde ein Resumée über die Fortbildung gezogen. Danach ging es dann ans Aufräumen. Das gesamte Haus wurde unter vereinten Kräften innerhalb kürzester Zeit sauber gemacht und alles wieder in seinen Urzustand versetzt. 


Ein tolles und vor allem lehrreiches Wochenende liegt hinter unseren Gruppenleitern. Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern und Helfern – insbesondere Klaus Bachofer – für das gelungene, gemeinsame Wochenende. 
Wir freuen uns schon jetzt auf die nächste Fortbildung. 

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