Humanitäres Völkerrecht – kinderleicht!

Aufgabe des Roten Kreuzes - und somit auch des Jugendrotkreuzes - ist es, die Regeln des humanitären Völkerrechts bekannt zu machen. In vier spannenden Teilen erklären wir im Rot-Kreuz-Bericht für Kinder das humanitäre Völkerrecht. Viel Spaß mit Teil 1 + 2 + 3.

 

 

 

Teil 1: Humanitäres Völkerrecht – kinderleicht: Was ist das "humanitäre Völkerrecht?"

Was heißt „humanitäres Völkerrecht“? – Das sind Regeln, wie in einem Krieg Personen geschützt werden müssen, die nicht am Kampf beteiligt sind (zum Beispiel Kinder). Fast alle Länder auf der Erde haben diese Regeln unterschrieben. Diese Regeln wurden 1949 in den so genannten Genfer Abkommen und später in drei Zusatzschreiben festgehalten. Wer gegen die Regeln des humanitären Völkerrechts verstößt, begeht ein Verbrechen.

Menschlichkeit auch in Kriegen und Konflikten durchsetzen - das ist Ziel des humanitären Völkerrechts. Menschlichkeit ist auch ein Grundsatz des Deutschen Roten Kreuzes. Wir helfen Menschen, die in Not sind. Menschliches Leben und Friede sind für uns am wichtigsten. Wir als DRK dienen Menschen – aber keinem System.


Teil 2: Humanitäres Völkerrecht – kinderleicht: Die Genfer Abkommen!

 

 Was sind die Genfer Abkommen? – Das sind Regeln, die in Genf, einer Stadt in der Schweiz, beschlossen worden sind. Die Genfer Abkommen legen fest, wie in einem Krieg Personen geschützt werden. Sie werden auch die Genfer Konventionen genannt. Es gibt vier Genfer Abkommen und noch einige zusätzliche Regeln, die später festgelegt wurden. Sie heißen Zusatzprotokolle.

Die erste Fassung der Genfer Konvention entstand 1864, also vor 150 Jahren. Darin wurde geregelt, dass alle Länder die Pflicht haben, verletzten Soldaten auf dem Schlachtfeld zu helfen. 1949 wurde die Genfer Konvention überarbeitet. Seither schützen die Regeln nicht nur die Verletzten auf dem Schlachtfeld, sondern auch Kriegsgefangene und Menschen, die nicht am Krieg beteiligt sind (zum Beispiel Frauen und Kinder). Seit 1949 steht deshalb zum Beispiel in der Genfer Konvention, dass Kinder nicht von ihren Eltern getrennt werden dürfen.

 

Teil 3:Humanitäres Völkerrecht – kinderleicht: Was heißt eigentlich humanitär?

 

Das Wort „human“ stammt von einem lateinischen Wort ab und bedeutet „menschlich“. Das humanitäre Völkerrecht soll helfen, dass es vielen Menschen auch in schlimmen Zeiten besser geht. Der Gedanke ist, dass jedes Land die Aufgabe hat, die Würde und die Rechte jedes Menschen zu garantieren. Der erste Satz unseres Grundgesetztes in Deutschland lautet auch „Die Würde des Menschen ist unantastbar“.  

Menschenrechte sind Grundrechte, die unabhängig von der Staatsangehörigkeit allen Menschen zustehen. Sie sind die grundsätzlichen Rechte des Individuums auf freie Entfaltung der Persönlichkeit, wie sie in den Verfassungen vieler Staaten verankert sind. Es sind die persönlichen Rechte, die für jeden Menschen weltweit gelten, unabhängig vom Aufenthaltsort und der eigenen Nationalität.

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